Was als „gut“ gilt, hängt von der Art des Spiels und von der Bildwiederholrate deines Monitors ab.
Was FPS bedeutet
FPS (Bilder pro Sekunde) gibt an, wie viele Bilder dein PC jede Sekunde berechnet. Mehr Bilder bedeuten flüssigere Bewegungen und ein Spiel, das schneller auf Maus oder Controller reagiert. Die Zeit zwischen zwei Bildern heißt Frametime: Bei 60 FPS dauert jedes Bild etwa 16,7 Millisekunden, bei 30 FPS etwa 33 Millisekunden.
FPS-Stufen im Überblick
| FPS | Frametime | So fühlt es sich an | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Unter 30 | 34+ ms | Ruckelig, Eingaben fühlen sich träge an | Nicht empfohlen |
| 30 | 33 ms | Spielbar, aber Bewegungen sind nicht flüssig | Langsame Einzelspieler-Spiele, Ziel älterer Konsolen |
| 45–55 | 18–22 ms | Meist flüssig, kleine Ruckler | Story-Spiele auf schwächeren PCs |
| 60 | 16,7 ms | Flüssig | Fast jedes Spiel; das klassische PC-Ziel |
| 90–120 | 8–11 ms | Sehr flüssig und reaktionsschnell | Action-Spiele, Monitore mit hoher Bildwiederholrate |
| 144 | 6,9 ms | Sehr reaktionsschnell | Kompetitive Shooter auf 144-Hz-Monitoren |
| 240+ | 4 ms oder weniger | Ultra-reaktionsschnell | E-Sportler auf Monitoren mit 240 Hz und mehr |
Wie viele FPS brauchst du für dein Spielgenre?
| Spieltyp | Angenehmes Ziel | Beispiele |
|---|---|---|
| Kompetitive Shooter | 120–240+ FPS | Valorant, Counter-Strike 2, Apex Legends |
| Battle Royale und Online-Action | 60–144 FPS | Fortnite, Warzone, PUBG |
| Open-World- und Story-Spiele | 50–60+ FPS | Cyberpunk 2077, Red Dead Redemption 2, Elden Ring |
| Strategie, Simulation, langsame Spiele | 30–60 FPS | Civilization VI, Cities: Skylines |
Manche Spiele begrenzen die FPS absichtlich. Elden Ring ist zum Beispiel auf dem PC auf 60 FPS begrenzt, ein schnellerer PC kommt in diesem Spiel also nicht höher. FPSVibe zeigt das auf den Spieleseiten an, wenn ein Limit gilt.
Dein Monitor setzt die Obergrenze
Dein Bildschirm kann nur so viele Bilder anzeigen, wie seine Bildwiederholrate (Hz) erlaubt. Ein 60-Hz-Monitor zeigt höchstens 60 FPS, selbst wenn dein PC 150 schafft. Zusätzliche Bilder oberhalb der Bildwiederholrate können die Eingabeverzögerung noch etwas senken, aber flüssiger sehen die Bewegungen dadurch nicht aus.
- 60-Hz-Monitor: Ziel sind konstante 60 FPS.
- 144-Hz-Monitor: Ziel sind 100–144 FPS in schnellen Spielen.
- 240 Hz oder mehr: lohnt sich nur, wenn dein PC in den Spielen, die du zockst, auch diese FPS erreicht.
FreeSync, G-Sync und „Adaptive Sync“ lassen den Monitor deinen FPS folgen. Das verhindert Bildrisse (Tearing) und lässt 45–60 FPS flüssiger wirken als auf einem Bildschirm mit fester Bildwiederholrate.
Durchschnittliche FPS vs. „1 % Lows“
Die durchschnittlichen FPS sind nur ein Teil der Wahrheit. Wenn ein Spiel im Schnitt auf 70 FPS kommt, aber immer wieder auf 25 einbricht, ruckelt es spürbar. Tester geben deshalb die 1 % Lows an (das langsamste Prozent der Bilder). Konstante 60 FPS fühlen sich besser an als ein Durchschnitt von 80 FPS mit großen Einbrüchen. Ruckler entstehen meistens durch zu wenig Arbeitsspeicher (RAM) oder Grafikspeicher (VRAM), einen Prozessor, der für das Spiel zu langsam ist, oder durch Hintergrund-Apps.
So siehst du deine FPS
- Steam: Einstellungen → Im Spiel → FPS-Anzeige im Spiel.
- NVIDIA: das Overlay der NVIDIA-App (Alt + R öffnet bei unterstützten Versionen das Statistik-Overlay).
- AMD: AMD Software: Adrenalin Edition → Overlay für Leistungsmetriken.
- Windows: Drücke Windows-Taste + G, um die Game Bar zu öffnen, und nutze das Widget „Leistung“.
- Viele Spiele haben außerdem eine FPS-Anzeige in ihren eigenen Einstellungen.
Keine guten FPS?
Prüfe deinen PC im FPS-Rechner, um zu sehen, was du in jedem Spiel erwarten kannst. Finde mit dem Bottleneck-Rechner heraus, ob dein Prozessor oder deine Grafikkarte bremst, und probiere die Tipps aus unserem Ratgeber FPS erhöhen auf einem schwachen PC.
Häufige Fragen
Sind 30 FPS gut genug? Bei langsamen Spielen sind sie spielbar, aber die meisten PC-Spieler empfinden sie als ruckelig. 60 FPS sind das übliche Ziel für ein flüssiges Spielerlebnis.
Sind 60 FPS gut zum Spielen? Ja. 60 FPS fühlen sich in fast jedem Spiel flüssig an und passen zur häufigsten Bildwiederholrate von Monitoren.
Bringen mehr FPS als die Hz meines Monitors etwas? Flüssiger sieht es nicht aus, aber die Eingabeverzögerung kann leicht sinken. In kompetitiven Shootern bevorzugen manche Spieler das trotzdem.
Warum ruckelt mein Spiel trotz hoher FPS? Meistens wegen FPS-Einbrüchen (niedrige 1 % Lows): zu wenig Arbeitsspeicher oder Grafikspeicher, ein langsamer Prozessor oder Hintergrund-Apps. Ein FPS-Limit knapp unter deinem Durchschnitt kann ebenfalls helfen.
Welche FPS nutzen Profis? E-Sportler spielen meist mit 240 FPS oder mehr auf Monitoren mit 240–360 Hz, oft mit reduzierten Grafikeinstellungen für maximale Reaktionsschnelligkeit.