FPS erhöhen auf einem schwachen PC

Die größten FPS-Gewinne auf einem schwachen PC bringen die Grafikeinstellungen im Spiel: Senke die Auflösung oder aktiviere Upscaling (FSR, DLSS oder XeSS) und reduziere zuerst Schatten, volumetrische Effekte und Sichtweite.

Aktualisiert am · 4 Min. Lesezeit · Von Muhammad Muzammil

Danach holen kostenlose Anpassungen bei Windows, Treibern und Arbeitsspeicher noch mehr heraus. Hier sind 15 Tipps, grob nach Wirkung sortiert.

Finde zuerst heraus, was dich ausbremst. Der Bottleneck-Rechner zeigt dir, ob dein Prozessor oder deine Grafikkarte der limitierende Faktor ist, und der FPS-Rechner zeigt, welche Grafikeinstellungen dein PC schafft.

Grafikeinstellungen im Spiel (größte Gewinne)

1. Nutze Upscaling. FSR (läuft auf fast jeder Grafikkarte), DLSS (NVIDIA RTX) und XeSS (Intel und viele andere Karten) rendern das Spiel in einer niedrigeren Auflösung und schärfen das Bild wieder nach. Die Modi „Qualität“ oder „Ausgewogen“ bringen oft deutlich mehr FPS bei nur leichtem Verlust an Schärfe.

2. Senke die Auflösung oder die Render-Skalierung. Gibt es kein Upscaling, geh von 1080p auf 900p runter oder stelle die Render-Skalierung auf 75–85 %. Für eine schwache Grafikkarte bringt das mehr als jede andere einzelne Änderung.

3. Senke zuerst die größten FPS-Fresser. Diese Einstellungen kosten meist am meisten FPS bei dem geringsten sichtbaren Unterschied:

EinstellungTypische FPS-KostenSichtbarer Unterschied bei niedrigerer Stufe
SchattenHochGering
Volumetrischer Nebel / Wolken / BeleuchtungHochGering bis mittel
RaytracingSehr hochMittel (auf schwachen PCs ausschalten)
Umgebungsverdeckung (Ambient Occlusion)MittelGering
Sichtweite / DarstellungsdistanzMittel (belastet auch den Prozessor)Mittel
Kantenglättung (MSAA)Mittel bis hochGering (nimm stattdessen TAA oder Upscaling)
TexturenNiedrig, solange der VRAM nicht voll istGroß; so hoch lassen, wie dein VRAM erlaubt

4. Starte mit einer Qualitätsstufe. Wähle die Stufe „Niedrig“ oder „Mittel“ und erhöhe dann die Texturen, wenn du noch Grafikspeicher übrig hast. Texturen beeinflussen die FPS kaum, bis der VRAM voll ist. Dann sorgen sie für heftige Ruckler.

5. Schalte Bewegungsunschärfe, Tiefenunschärfe und Filmkorn aus. Sie kosten ein paar FPS, und viele Spieler mögen das klarere Bild sowieso lieber.

6. Setze ein FPS-Limit. Springen deine FPS zwischen 45 und 70, fühlt sich ein festes Limit (zum Beispiel 50 oder 60) flüssiger an als ein hoher, aber schwankender Durchschnitt. Außerdem bleibt der PC kühler.

Windows und Treiber

7. Aktualisiere deinen Grafikkartentreiber. Neue Treiber verbessern oft die Leistung in aktuellen Spielen. Nutze dafür die NVIDIA app, AMD Software: Adrenalin Edition oder Intel Graphics Software.

8. Aktiviere den Spielmodus. Einstellungen → Gaming → Spielmodus → Ein. Damit priorisiert Windows das Spiel.

9. Stelle den richtigen Energiemodus ein. Einstellungen → System → Netzbetrieb und Akku (am Desktop-PC: Netzbetrieb) → Energiemodus: Beste Leistung. Spiele mit dem Laptop immer am Netzteil. Die komplette Checkliste zur Energieeinstellung findest du in unserem Laptop-Ratgeber.

10. Schließe Hintergrund-Apps. Browser mit vielen Tabs, Launcher, Aufnahmetools und Overlays fressen Prozessorzeit und Arbeitsspeicher. Wirf beim Spielen einen Blick in den Task-Manager (Ctrl + Shift + Esc) und schau, was besonders viel verbraucht.

11. Sorge dafür, dass das Spiel deine Grafikkarte nutzt (Laptops). Einstellungen → System → Bildschirm → Grafik, füge das Spiel hinzu und wähle Hohe Leistung. Details findest du in unserem Laptop-Ratgeber.

Hardware-Tipps (kostenlos oder günstig)

12. Aktiviere die Nenngeschwindigkeit deines Arbeitsspeichers (XMP oder EXPO). Bei vielen PCs läuft der RAM langsamer, als er könnte. Prüfe die Geschwindigkeit im Task-Manager → Leistung → Arbeitsspeicher. Liegt sie unter der Nenngeschwindigkeit des RAMs, aktiviere XMP (Intel) oder EXPO (AMD) im BIOS. Notiere dir vorher deine aktuellen Einstellungen, und lass es lieber bleiben, wenn du dich im BIOS nicht sicher fühlst.

13. Nutze zwei RAM-Riegel (Dual-Channel). Zeigt der Task-Manager „Verwendete Steckplätze: 1 von 2“, kann ein passender zweiter Riegel die FPS spürbar erhöhen, besonders mit integrierter Grafik.

14. Halte den PC kühl und sauber. Staub und Hitze sorgen dafür, dass Prozessor und Grafikkarte sich drosseln. Reinige Lüfter und Lüftungsschlitze und gib Laptops Platz zum Atmen (ein Kühlpad hilft bei manchen Modellen).

15. Installiere Spiele auf einer SSD. Eine SSD erhöht die durchschnittlichen FPS kaum, verkürzt aber die Ladezeiten und verringert Ruckler in Open-World-Spielen, die ständig Daten nachladen.

Was nicht hilft

  • „FPS-Booster“- und „Game-Optimizer“-Apps helfen selten, und manche bringen unerwünschte Zusatzsoftware mit. Alle sinnvollen Einstellungen, die sie ändern, stehen schon in diesem Ratgeber.
  • Registry-Tweaks aus zufälligen Videos können Probleme verursachen und bringen selten mehr FPS.
  • Übertakten kann ein bisschen Leistung bringen, erhöht aber Hitze und Risiko. Für einen schwachen PC ist es keine Lösung.

Wann sich ein Upgrade lohnt

Hast du diese Tipps umgesetzt und ein Spiel läuft auf Niedrig trotzdem mit unter 30 FPS, dann ist die Hardware das Limit. Mit dem Bottleneck-Rechner siehst du, welches Teil du zuerst aufrüsten solltest, und mit GPU vs GPU vergleichst du Grafikkarten in deinem Budget.

Häufige Fragen

Welche Einstellung bringt die meisten FPS? Auflösung oder Upscaling. FSR, DLSS oder XeSS zu aktivieren oder die Render-Skalierung zu senken bringt meist mehr FPS als jede andere einzelne Einstellung.

Erhöht mehr Arbeitsspeicher die FPS? Nur, wenn du nicht genug hast. Der Sprung von 8 GB auf 16 GB kann Ruckler in neueren Spielen beseitigen. Von 16 GB auf 32 GB ändern sich die FPS selten. Zwei Riegel (Dual-Channel) helfen mehr, als man denkt.

Funktionieren FPS-Booster-Apps? Meistens nicht. Sie ändern vor allem Windows-Einstellungen, die du auch selbst ändern kannst, und manche bringen unerwünschte Software mit.

Warum ruckelt mein Laptop in Spielen? Die häufigsten Ursachen sind Spielen im Akkubetrieb, ein Spiel, das auf der integrierten Grafik läuft, und Hitze. Kümmere dich zuerst um diese drei Punkte.

Erhöht ein Treiber-Update die FPS? Oft ein bisschen, und bei frisch erschienenen Spielen manchmal sogar deutlich. Es kostet nichts, also lohnt es sich immer.

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Geschrieben von Muhammad Muzammil. Wir bauen kostenlose Tools, die prüfen, ob Spiele auf deinem PC laufen, und die FPS anhand eines dokumentierten Modells schätzen. Über uns